Welches Elektroauto passt zu mir? Was kostet’s? Dafür gibt’s ’ne App.

Luftbild der Einmündung der B96a in die B96 am Rathaus Birkenwerder.
Bald mit frischer Luft und leisem Summen? Birkenwerders lauteste Kreuzung am Rathaus.

Das neue Auto könnte ja vielleicht mit Strom fahren – aber wieviel Reichweite brauche ich? Und kostet das insgesamt mehr oder weniger als ein Verbrennerauto? Das kann man per Smartphone und Computer leicht ermitteln: „Welches Elektroauto passt zu mir? Was kostet’s? Dafür gibt’s ’ne App.“ weiterlesen

Ohne Flugzeug in den Urlaub – ab Berlin Hbf überallhin, auch zu exotischen Zielen

Wer etwas mehr Geduld hat und sich nicht nur bei der DB informiert kommt mit der Bahn von Berlin Hbf an verschiedene schöne bis exotische Urlaubsziele, nicht nur das was die DB so vorschlägt:

Öresundbrücke im Meer
Öresund-Brücke – da fährt eine S-Bahn nach Kopenhagen

Malmö, Stockholm, Kopenhagen im Schlaf
Ab Malmö mit der S-Bahn über die Öresundbrücke nach Kopenhagen (halbe Stunde). Anschluss nach Stockholm dauert noch den Vormittag. Tickets online, im Reisebüro oder bei der DB.

Paris über Nacht ohne umsteigen

Leider nur noch einmal wöchentlich, aber es gibt ihn noch: Nachtzug nach Paris. Tickets direkt online bei der russischen Staatsbahn kaufen, geht auch auf englisch: Tickets.

Venedig mit 1x umsteigen

Tickets online oder bei der DB.

Polen

Tickets nach Stettin gibts am Fahrkartenautomaten.

Spanien in 1 Nacht + dreiviertel Tag (also effektiv fast genauso schnell wie fliegen)

Blick auf einen französischen Hochgechwindigkeitszug
Fast so schnell wie ein Flugzeug: Französischer Hochgeschwindigkeitszug

Mit dem Nachtzug nach Paris (siehe oben), dort frühstücken, und mit dem französischen Hochgeschwindigkeitszug weiter. Tickets für den Schnellzug auch auf deutsch online, oder bei der DB.

Türkei ohne und mit Auto

Reisende ohne Auto mussten die letzten 5 Jahre schon weit vor Istanbul in einen Bus umsteigen. Mittlerweile fährt der Zug wieder bis in die Stadt, bis Halkali. Die letzten 25 km zum Goldenen Horn mit dem Stadtbus.

Pazifik

Schienen reichen von Birkenwerder bis Vietnam und Tibet.

mehrfeldrige Stahlbrücke über Fluss Perm.
Brücke über die Kama bei Perm. Schöner als ein Flughafen, oder?

Die bequemste und komfortabelste Strecke ist die Transsibirische Eisenbahn an den Pazifik oder nach Peking. Klingt nach mutigem Abenteuer, ist aber wie Intercity-Fahren. Das kann man auch als alleinreisende Frau oder mit Kindern machen. Hier lässt es sich auch super-luxuriös reisen.

Aufgrund von Streitereien rund um die Visaregelung ist die Lage am Eisenbahn-Grenzübergang Polen-Belarus für Deutsche momentan etwas unklar. Problemlos geht’s über Kiew. Kiew lohnt einen Zwischenstopp.

Abenteuerlustige nehmen die Seidenstraße-Route durch Kasachstan nach China.

Wer gerne einsame Wälder mag fährt über die BAM an den Pazifik.

Wer etwas ganz Besonderes erleben will fährt mit der Bahn bis Nordkorea durch (Ja, das geht wirklich. Teuer und vollkommen ungefährlich.)

Weiter gehts bis Japan. Da ist dann ohne Flugzeug wirklich Schluss.

Fazit

Man hat auf der Anreise schon etwas erlebt und/oder ist entspannt statt flughafengestresst. Der Reisekomfort und auch die Pünktlichkeit ist bei der ausländischen Konkurrenz eher höher als bei der DB gewohnt – oder kam im ICE bei Ihnen schonmal Jemand zum Staubsaugen vorbei? Auf dem Weg mit der Bahn an die Pazifikküste ist das ganz normal. Im Speisewagen wird noch richtig geschnippelt und echt gekocht, und der Kaffee kostet 15 Cent statt 3,20 €.

Da haben Sie auf jeden Fall etwas zu erzählen.

Und die CO2-Emissionen sind gering. Eine Flugreise entspricht Emissionen von ein bis zwei Jahren normal leben. Bahnfahren liegt ein Vielfaches darunter.

Auf geht’s!

Samenbank auf Spitzbergen: Schützt vor Bedrohungen. Bedroht durch Klimawandel.

Was ist es?

Eingang zur pflanzensamenbank auf Svalbard
Die Samenbank auf Spitzbergen. Bild: CC-BY 黃逸樂(世界首窮)

Nein nein, nicht die Sorte Samenbank. Eine richtige Samen-Bank mit Pflanzensamen: Der globalt sikkerhetshvelv for frø på Svalbard dient dazu, eine „Sicherheitskopie“ von Samen der 21 wichtigsten Kulturpflanzen zu lagern. Damit wird die weltweite Lebensmittelversorgung für den Fall richtig großer Katastrophen abgesichert.

Wo und wie macht man das?

  • Schön kalt – damit die Samen lange keimfähig bleiben
  • Schön kalt auch bei Stromausfall, denn man braucht die Samen im Fall einer globalen Katastrophe, da gibt’s vielleicht keinen Strom
  • Weit weg – damit eine eventuelle Katastrophe in Bevölkerungszentren nicht die Samenbank mit auslöscht
  • Muss ohne Menschen funktionieren, denn die haben mit einer Katastrophe zu tun oder sind vielleicht gar nicht mehr da
  • Hoch genug – damit ein Meeresspiegelanstieg die Samenbank nicht einfach volllaufen lässt

Auf Spitzbergen sind diese Bedingungen gut erfüllt. Eine ehemalige Kohlegrube, 120m über heutigem Meeresspiegel, wurde ausgebaut. Es steht unter norwegischer Verwaltung und damit zur Zeit sicherlich weit außerhalb der Hände despotischer Regierungen. Spitzbergen ist wirklich weit weg, aber nicht unerreichbar, und es ist kalt.

Kalt genug?

Eigentlich ist Spitzbergen im Permafrostgebiet. Der Boden ist konstant gefroren und sichert so die Kühlung auch bei Stromausfall.

Im Mai 2017 wurden dann plus 7 Grad Celsius statt minus Vier erreicht und es regnete (Regen, statt Schnee!). Damit war es im Mai schon wärmer als im Spitzbergen-Hochsommer.

Große Mengen Eis schmolzen, liefen in den Eingangstunnel und gefroren dort wieder. Damit war der Zugang blockiert.

Ergebnis

Der Klimawandel schreitet in der Arktis anscheinend viel schneller voran als erwartet. Die Samenbank muss zur Zeit ständig bewacht werden – was eins der wichtigen Kriterien für einen solchen Ort verletzt.

Umso wichtiger, das wir in Birkenwerder den Vorgang nicht noch durch Ausstoss von Treibhausgasen weiter beschleunigen.