Klimaschutz in Birkenwerder 2017-2019

Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement in Birkenwerder

Erklärtes Ziel der Gemeinde ist es, bis 2030 eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen im gesamten Gemeindegebiet zu erreichen.  

Die Gemeinde Birkenwerder hat dafür ein Klimaschutzkonzept erstellen lassen (hier herunterladen: Klimaschutzkonzept). Darin werden die Treibhausgasemissionen der gesamten Gemeinde dargestellt und Vorschläge gemacht, wie sich diese reduzieren lassen. Aus diesen Vorschlägen wurden – durch die Gemeindevertreterversammlung – Maßnahmen ausgewählt, die vom Klimaschutzmanager umgesetzt werden sollen. Diese sind unten auf dieser Seite aufgeführt.

Personalkosten Klimaschutzmanager, weitere Kosten

Gehalt des Klimaschutzmanagers, Kosten für Dienstreisen und Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise Druckkosten werden zu 65% vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit an die Gemeinde rückerstattet (Förderprogramm „Kommunalrichtlinie„). Die restlichen 35% trägt die Gemeinde Birkenwerder direkt.

Klimafreundliche Dienstreisen

Ortsinterne Dienstreisen erfolgen zu Fuß oder mit einem Fahrrad, bei größeren Entfernungen mit der gemeindeeigenen Elektroauto-Flotte oder der Bahn.

Effekte der regionalen Wertschöpfung

Durch Arbeit des Klimaschutzmanagers wurden seit Februar 2017 weitere Fördermittel in Höhe von 114.000 € nach Birkenwerder geholt und direkte privatwirtschaftliche Investitionen von 30.000 € ausgelöst.

Übersicht aller Maßnahmen

Alle Kennzahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Februar 2017 bis Dezember 2019.

Spielend Energiesparen lernen – Auftakt zum Klimaschutzprojekt der Gemeinde

„Daumen hoch“ zum Energiesparen. Teilnehmerinnen des Energiesparmodelle-Projekts trafen sich zum Auftakt im Rathaus.

„Die Welt zu retten!“. Nichts Geringeres ist nach Meinung der Vorschulkinder das Ziel des Energiesparprojekts, welches den Teilnehmenden am 27.02. vorgestellt wurde. Im Ratssaal der Gemeinde sind die Energieteams, bestehend aus Erzieherinnen, Leiterinnen und Kindern (mit ihren Eltern) der Grundschule und drei kommunaler Kitas zusammengekommen.

Bürgermeister Stephan Zimniok gab dabei den Startschuss für das 4-jährige Projekt. Es ginge darum „das Bewusstsein zu stärken. Wie gehen wir mit uns und unserer Umwelt um, um tatsächlich in 50 Jahren ähnliche Bedingungen auf dieser Erde zu haben. Es ist ganz schön schlimm, dass man so sprechen muss, aber ich bin da nicht vorwurfsvoll. Ich bin froh, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem sich die Mehrheit von uns mit dem Thema beschäftigt“.

Marlies Bock, Franziska Lehmann und Tilmann Abresch vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU e.V.) aus Berlin, die mit der Begleitung des Projekts beauftragt wurden, führten durch den Nachmittag und stiegen mit den Kindern gleich in die Thematik ein. „Was braucht denn Zuhause alles Energie, um zu funktionieren?“ Eifrig meldeten sich die Kinder. „Ein Elektroauto“, „Kaffeemaschine“ oder „Fernseher“ fiel den 5- bis 8-Jährigen ein. Die Gesichter der Eltern wirkten sichtlich stolz und unterhalten. Nach einer ersten Einführung ging es für die Kinder zu einer Energie-Rallye durch das Rathaus. Währenddessen tauschten die Teilnehmenden ihre Wünsche und Bedenken aus.

Klimaschutzmanager Martin Thiele leitet das Projekt für die Gemeinde und betonte, dass der Fokus im Projekt bei den Nutzern liege. Schulen und Kitas bieten den perfekten Rahmen, um den Kindern verantwortungsbewusstes Energieverhalten zu vermitteln. In einigen Einrichtungen wurde das Thema bereits vor dem Projekt an Aktionstagen thematisiert. Nun werden die Energieteams zusammen mit den Expertinnen vom UfU sowohl ihre Gebäude als auch das eigene Verhalten analysieren und Energiespartipps entwerfen. Die Aufgabe der Gemeinde sei es derweil die bestehende Technik effizienter zu gestalten. So käme man zu echten Einsparungen. „Am Ende zählt nicht nur, was in den Einrichtungen gespart wird, sondern insbesondere was jeder Einzelne davon mit nach Hause nimmt“, so Thiele.

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Fördervorhaben 03K12355 zur „Einführung von Energiesparmodellen in Schule und Kitas der Gemeinde Birkenwerder“

Klimanotstand in Birkenwerder – Und was jetzt?

Vor einem Monat wurde in Birkenwerder, wie bereits in vielen deutschen Gemeinde und Städten, der Klimanotstand ausgerufen. Doch was es damit überhaupt auf sich und welche Folgen hat dies für die Gemeinde?

Demonstranten der Fridays4Future-Bewegung während eines Klimazuges am 24.05.2019 in Hohen Neuendorf.

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