Klimaschutz im Alltag: Drehtür oder normale Tür?

Abbildung einer der ersten Drehtüren, von 1910, manuell betrieben
Gibts schon lange, immernoch unbeliebt: Drehtüren

Niemand mag Drehtüren. Schwergängig. Langsam. Eng. Nichts für Klaustrophobiker.

Jetzt haben Sie aber einen Grund, die Drehtür zu benutzen: Klimaschutz.

Immer geschlossen
Drehtür mit Gefahrensymbolen nicht anfassen, kein Fluchtweg, keine Kinderwagen usw.
Sieht gefährlich aus – ist aber gar nicht schlimm. Fahren Sie Rolltreppen? Da stehen auch alle diese Hinweise. Bild: CC-BY Gwydion M. Williams

Die Drehtür ist immer geschlossen: Zu keiner Zeit gibt es eine direkte Verbindung von Außenluft und beheizter Innenluft. Nur dadurch, dass die Innenluft in den Drehtür-Abteilen mitgedreht wird, ergibt sich eine Verbindung nach außen. Normale Türen schaffen eine offene Verbindung und befördern die beheizte Luft direkt raus. Das ist etwa achtmal soviel warme Luft, die von der Heizungsanlage nachgeliefert werden muss.

Spart Energie

Eine Drehtür statt einer normalen Tür zu benutzen spart ungefähr 23 Wattstunden Energie pro durchgehender Person. (Quelle: MIT, Boston) Der Gebäudebetreiber muss dementsprechend weniger Heizöl, Erdgas, … verbrennen und spart pro Person 0,1 Cent an Heizkosten. Klingt wenig, für große Gebäude mit tausenden Besuchern am Tag summiert sich das aber schnell auf.

Spart Treibhausgas

Die Drehtür zu benutzen spart 6 Gramm Treibhausgas. Das entspricht dem Ausstoß von 35 Metern Autofahren, mehr als ein Luftballon voller Gas.

Kleine Wirkung sofort, große Wirkung auf Dauer
Eingangsbereich des Criterion Restauant in London
Energiesparend durch die Mitte gehen, dann großartig Essen: Eingang zum Criterion Restaurant in London. Bild: CC-BY Andy Roberts

Es klingt nach wenig. Es erfordert auch wenig. Wer bloß einmal die Woche eine Drehtür statt einer normalen Tür benutzt kann in seinem Leben 12 kg Treibhausgas einsparen. Das ist soviel wie in 2.600 Luftballons passt.

Machen Sie mit und Drehen sich ab und an mal durch die Tür!