Bestes Wetter zum Thermografieren

Kalt, bewölkt, windstill und schneefrei, so bot der Abend des 27. Februars nicht nur winterwürdige Temperaturen sondern auch beste Verhältnisse, um Wärmeverluste an Häusern in Birkenwerder aufzudecken. 10 Einwohner der Gemeinde sind der Einladung von Klimaschutzmanager Martin Thiele gefolgt und ließen Wärmebildaufnahmen von ihren Häusern machen.

Teilnehmer des Thermografierundgangs mit Klimaschutzmanager Martin Thiele (m.)

„Bis zu 80 Prozent Energie ließen sich bei einer umfassenden energetischen Modernisierung einsparen“, so erklärt Thiele in einem einleitenden Vortrag. „Doch nicht immer sind dafür teure Sanierungen nötig, bereits durch bedarfsgerechtes Heizen lassen sich mit jedem Grad weniger 6 Prozent Wärmeenergie sparen“. Das Fazit nach den ersten Aufnahmen war positiv. Denn trotz einiger Gebäude aus den 1930er Jahren, wurde bereits frühzeitig in Dächern und an Fassaden nachgedämmt. Einzig an einigen Kellerwänden und Eingangsbereichen strahlte es auf dem Thermografiegerät rot-orange entgegen. Auch an Rollokästen und Fensterrahmen waren Wärmebrücken erkennbar. „Dennoch hält sich der Wärmeverlust in Grenzen und es wurden keine bauwerksseitigen Mängel identifiziert“, so resümiert der Klimaschutzmanager. Mit diesen und weiteren Erkenntnissen begaben sich die Teilnehmer des Rundgangs zurück in die vorgewärmte Stube.

Die Veranstaltung ist Teil des kommunalen Klimaschutzkonzepts und soll Birkenwerderanern als Eingangsberatung zu Einsparpotenzialen im Wärmebereich dienen. Schließlich ist beschlossenes Ziel der Gemeinde ihren Wärmeverbrauch bis 2030 im Vergleich zu 2011 um 20 Prozent zu reduzieren.