Tausende Kilometer ohne Auto: Birkenwerder kürt Sieger vom Stadtradeln

Die Gemeinde Birkenwerder kürt die Sieger im bundesweiten Wettbewerb „Stadtradeln“.

Öfter mal auf’s Fahrrad umsteigen – für die Gesundheit, für den Klimaschutz, für einen Perspektivwechsel. Doch für die Umsetzung jedes noch so frommen Vorsatzes braucht es einen Impuls. Beim bundesweiten Wettbewerb Stadtradeln, der dieses Jahr vom 3. bis zum 23. September stattfand, geht es darum, allein oder im Team möglichst viele gefahrene Kilometer zu sammeln. 

Die Gemeinde Birkenwerder hat nun die Sieger in verschiedenen Kategorien gekürt. Bürgermeister Stephan Zimniok erklärte stolz, dass Birkenwerder unter allen Brandenburger Kommunen mit weniger als 10.000 Einwohnern den dritten Platz belegt hat. Insgesamt wurden 28.704 Kilometer geradelt und damit der Ausstoß von fünf Tonnen Kohlenstoffdioxid vermieden. 134 Radfahrer haben sich beteiligt. Allein 69 von ihnen traten für das Team der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule an. Das mit Abstand größte Team konnte auch die meisten Kilometer sammeln: 9415. Das macht im Durchschnitt 136 Kilometer pro Kopf. Doch es gab noch weitere Auszeichnungen, die Birkenwerders neue Klimaschutzmanagerin Sarah Olischläger vornahm. Auch Andreas Blaschke und Gunda Hübschmann vom ADFC gratulierten. Für alle gab es Urkunden und Präsente.

In der Kategorie Teams auf dem zweiten Platz landete das Team „oberhavel4future“, auf Platz drei „PedalPower“. Ausgezeichnet wurden auch die besten Frauen. Platz eins belegte Bettina Lodd, auf Platz zwei landete Gunda Hübschmann und Platz drei belegte Heike Schubert. In der Kategorie Männer radelte Benedict Hein am meisten, Platz zwei belegte Stephan Zimniok und auf Platz drei kam Bernd Leifheit. Darüber hinaus wurden auch die fleißigsten Kinder ausgezeichnet. Sie alle gehörten zum Team der Regine-Hildebrandt-Schule. Platz eins, zwei und drei der Mädchen belegten Luise, Fiona und Lea und bei den Jungen belegten die ersten Plätze Ryan, Jannis und Mika.

Auch Bürgermeister Stephan Zimniok erhält eine Urkunde. Mit dabei: Klimaschutzmanagerin Sarah Olischläger sowie Gunda Hübschmann und Andreas Blaschke (v.l.) vom ADFC.

Stephan Zimniok berichtete freimütig, wie viel Kraft ihn das ungewohnt weite Radfahren gekostet hat. Er legte in den drei Wochen rund 900 Kilometer zurück, fuhr in größerer Runde auch die Auftakttour von Oranienburg nach Liebenberg. Die letzte Tour führte am Finaltag zum Oberhavel-Tag am Oranienburger Schloss. In der Mitte lagen viele weitere Fahrten. „Das Ziel des Wettbewerbes ist es, nicht einfach nur drei Wochen exzessiv Fahrrad zu fahren, sondern, dass etwas von dieser Erfahrung hängen bleibt“, sagte Stephan Zimniok. 

Auch aus politischer Sicht ist das Stadtradeln interessant. Um auf die Bedürfnisse der Radfahrer aufmerksam zu machen, richtet sich das Stadtradeln auch an Politiker. Denn sie sind die Entscheidungsträger, wenn es um die Radinfrastruktur und damit praktischen Klimaschutz vor Ort geht. 

Andreas Blaschke, Sprecher der ADFC-Ortsgruppe Birkenwerder, erklärte in Richtung aller Teilnehmer: „Sie haben bewiesen, dass nachhaltige Mobilität nicht nur eine Vision ist, sondern mit einem Hauch von Spaß und einer Prise Pragmatismus in den Alltag integriert werden kann – einfach, indem man sich aufs Rad schwingt.“ Für kommenden Mittwoch plant der ADFC eine Nikolaus-Aktion am Bahnhof Birkenwerder von 7 bis 9 Uhr und ab 15 Uhr sowie an den Bahnhöfen Borgsdorf und Hohen Neuendorf von 6 bis 8 Uhr.

Text/Foto: ww

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